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Diese Seite enthält besonders prägnante Text-Passagen aus diversen Vorträgen und Aufsätzen. Die Nummerierung erfolgt nicht chronologisch oder nach Wichtigkeit, sondern folgt den einzelnen Kapiteln aus dem "Hauptwerk".

1. Vom Werte der Werte - Erneuerte Werttheorien (Vortrag am 10.1.1996)

Welche sozialen Verhältnisse Menschen hervorbringen, ist am jeweiligen operationalen Verhalten, also an materiellen und kulturellen Gegebenheiten nicht unmittelbar zu erkennen. Neben der ideellen Wertsetzung und diesen operationalen Wertrealisierungen ist es wichtig, deren soziales Verhältnis zu berücksichtigen. (verkürzt) "Erst so, im sozialen Sinn, verknüpfen sich für Individuen und Gemeinschaften ihre Motive mit den unmittelbar wahrnehmbaren Folgen ihres operationalen Verhaltens und Handelns und darüber hinaus
mit fernerliegenden zukünftigen Auswirkungen auf sie selbst und andere Menschen." (S.8f)

2. Paradoxien philosophischer Werttheorien (Vortrag am 25.9.2003)

Der neue wissenschaftliche Begriff "spezifisch humane Wertverhältnisse" soll menschenwürdige Beziehung- en zwischen Menschen und Gemeinschaften bezeichnen, die innerhalb bestehender sozialer Verhältnisse erreichbar sind. In dieser neuen Wertsicht wird es möglich, gemeinsame Wertepotentiale zu erkennen und entsprechend konstruktive soziale Energien freizusetzen. Auch in unterschiedlichen Kulturen ist ein univer- seller Wertehorizont möglich, sobald man sich dem Wahrheitsgehalt der Werte in der eigenen Werte- gemeinschaft und in allen anderen stellt. Man gelangt bereits einen Schritt weiter, wenn man erkennt, dass das Wahrheitsproblem der Werte nicht allein mit der kritisch-rationalen Methode zu lösen ist. (S. 15)

3. Positiver Frieden (Aufsatz vom 8.9.2007)

Ideologische Frontstellungen konfrontieren lediglich gut und böse nach vorausgesetzten Ideen. Gutes und Böses entstehen jedoch aus dem Willen des Menschen und bleiben auch in Friedensprozessen widersprüch- lich wirksam. Man darf nicht allein von den Motiven und operativen Zielsetzungen des Handelns ausgehen. Entscheidend ist, zu erkennen, was tatsächlich geschieht und inwieweit dabei humane Friedensverhältnisse entstehen. (S. 25)
Der elementare Weg zu Mitmenschlichkeit ist nicht nur kulturell determiniert, sondern eine Art moralischer Instinkt. Dieser Friedensinstinkt ist nicht nur durch die Kulturgeschichte beeinflusst, er ist quasi organisch im Menschen angelegt. Bekanntlich wirkt Unbewusstes an jeder rationalen Entscheidung mit und die Natur- forschung hat dafür bereits biologische Strukturen identifizieren können. (S. 26)
Frieden als kulturellen Wert gestalten heißt nicht nur, Kriegshandlungen und internationalen Terror zu ver- hindern, sondern jedwede direkte und indirekte Gewalt entlarven und möglichst vermeiden. Gewalt im Innern der Staaten ist ja gekennzeichnet durch Kriminalität einerseits, andererseits aber auch durch struk- turelle Gewalt in Wirtschaft und Politik, in den Medien und auch in der Bildung. Dies alles erniedrigt und begrenzt Menschen und muss heute mit alternativen Lösungsansätzen, vor allem mit einem neuen Denken, bekämpft werden. (S. 27, umformuliert)

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