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Vorwort

Vorbemerkung: Dies ist das Vorwort zum Internet-Auftritt, verfasst von Ino Weber (Naturphilosoph und Webmaster). In der gedruckten Publikation steht ein anderes Vorwort (von Prof. Heinz Engelstädter selbst), das hier als "Einleitung" bezeichnet wird, um Verwechslungen zu vermeiden.

Wer für eine Sache kämpft, gar einen Kreuzzug freien Denkens und ethisch höchste Ziele im Schilde führt, muss selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Herr Professor Dr. sc. phil. Heinz Engelstädter vom Fachbe- reich Ethik, Wissenschaftstheorie und philosophische Friedensforschung an der Humboldt-Universität Berlin ist Autor der hier präsentierten Texte zum humanen Wert des Handelns. Als sanftmütiger Mensch mit hoher Toleranz und Ethik wie ich ihn kenne, lebt er auch sein Ideal, das mit dem Begriff >Frieden< zusammen- fassend beschrieben werden kann! Der Weg dieser Internet-Publikation führt von der Person des Initiators hin zu einer neuen Institution, einer friedlichen Geistes-Bewegung, der sich viele anschließen mögen.
Was ist ein wahrer Wert? Warum geraten unterschiedliche Wertesysteme in Konflikt und behindern friedli- ches Zusammenleben der Menschen? Warum versagen die aktuellen Werteordnungen angesichts von Krieg und Hunger in der Welt? Ist Frieden eine Frage des ethischen Wertes und Krieg bloß wirtschaftliche Not- lösung? Diesen spannenden Fragen geht der Philosoph und Friedensforscher Heinz Engelstädter wissen- schaftlich auf den Grund. Sein ganzheitliches Denkmodell weist den Weg zu praktischen Lösungen für eine menschenwürdige Zukunft. Hier ist einer, der konstruktiv und aus dem Blickwinkel eines logisch durch- drungenen neuen Bewusstseins Kritik übt und zugleich reale Perspektiven aufzeigt.
Frieden setzt in der Praxis eine neue oder neu bewusst gemachte humane Werteordnung voraus. Die Frage ist, ob man diese Werte tatsächlich lehren und allein mit der Vernunft begründen kann. Zumindest ist klar, dass man am Frieden arbeiten muss. Und dazu gehört nun mal das innere Feuer des modernen Kreuzritters, der nichts anderes als die Kraft seiner Worte gebraucht und seine ganze Persönlichkeit einbringt. Auch das magische Wort >Frieden< müssen wir heute neu deuten: Es ist nicht bloß Koexistenz und Waffenruhe zwi- schen den Völkern. Viel mehr ist Frieden im umfassenden Sinne das achtsame Verhalten im täglichen Um- gang der Menschen miteinander. Frieden ist die unkorrumpierbare Achtung vor dem Leben, vor aller Natur und der gesamten Umwelt. Er ist gleichbedeutend mit einer respektvollen inneren Haltung des Einzelnen. Und daran kann jeder gezielt arbeiten!
Bei allen sozialen Wunschvorstellungen und wohlgemeinten Menschheitsidealen im politischen Sinn bleibt nach wie vor der elementare Frieden in uns und mit uns selbst das höchste Ziel. Da Vernunft allein die Menschen nie vollständig erreicht, was die Geschichte hinreichend belegt, gilt als wirksamste Waffe neben aller denkerischen Leistung die alltägliche Tätigkeit ganz nah am Leben, nämlich das gelebte persönliche Beispiel. Diese Einsicht ist nicht neu, doch genau an sie knüpft der "Berliner Wertekritiker" an, um auf eine generelle Schwäche im traditionellen und aktuellen Werteverständnis aufmerksam zu machen, die Menschen und Gemeinschaften voneinander trennt. Dieser Schwachpunkt wird von konstruktiver Kritik durchleuchtet mit dem Ziel, die vorherrschende Trennung, die massgeblich aus divergenten Vorstellungen des Begriffs "Wert" resultiert, zu überwinden und humanes Handeln weltweit real zu befördern.

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